Treatment

Der Psychothriller „Blind Mind“ versucht mit schockierender Weise dem Zuschauer das Thema Drogenmissbrauch und seine Folgen nahe zu bringen.

Der Film beginnt in einem heruntergekommenen und kleinen Apartment, welches gerade so groß ist, wie eine herkömmliche Gefängniszelle. Man sieht Flaschen auf dem Boden herumliegen, benutzte Spritzen, einen vollen Aschenbecher und vergilbte Wände. Ein junger Mann bereitet gerade seinen rechten Arm für den abendlichen Heroin-Schuss vor. Er setzt sich die Nadel und wir schauen direkt in sein Gesicht. Sein angespannter Blick wechselt die den Zustand der Trance. Augenblicklich, ohne das wir es bemerkt haben, befinden wir uns nicht mehr in seinem Apartment, sondern in der Schlange einer Diskothek. Der junge Mann geht an dem Türsteher vorbei als wäre er in dem Laden schon mehr als bekannt. Ohne Umwege begibt er sich an die Bar, wo er auch direkt bedient wird. Nachdem er abfällig den fünf Euro Schein dem Barmann hingeworfen hatte, verschwand das Getränk, in einem Zuge, in seiner Kehle. Direkt danach wird schon nachbestellt und mit dem Getränk geht es dann auch direkt zur Tanzfläche.
Auf der gefüllten Tanzfläche angekommen, dauert es auch nicht lange bis der Protagonist die richte Tanzpartnerin gefunden hat. Nach ein paar Annäherungsversuchen kommt es auch recht schnell zu Kuss. Plötzlich scheint es so als würde alles um ihn herum langsamer werden, nur er selbst bewegt sich wie gewohnt. Er dreht sich um und auf einmal erscheint ein mysteriöser Mann wie aus dem Nichts. Er trägt ein silbernes Tablett mit sich herum, auf diesem Tablett steht eine Tablettendöschen wie man es aus dem Krankenhaus her kennt. Der mysteriöse Mann läuft direkt auf unserem Protagonisten zu. Er überreicht ihm das Döschen und kehrt direkt wieder um. Unser Protagonist denkt sich nichts dabei, setzt das Döschen am Mund an und legt den Kopf in den Nacken. Als er den Kopf wieder nach unten bewegt, scheint es so als wäre nichts passiert. Der mysteriöse Mann ist verschwunden, die anderen Menschen bewegen sich wieder ganz normal und selbst das Döschen in seiner Hand ist verschwunden. Es ist als hätte er die letzten paar Sekunden einfach nur geträumt. Völlig unbeeindruckt von der Situation widmet er sich wieder seiner Tanzpartnerin und macht da weiter, wo er aufgehört hatte. Doch plötzlich verändert sich etwas, der Protagonist zuckt zusammen, als hätte man ihm einen Elektroschock verabreicht. Im nächsten Moment passiert es wieder und wir sehen, was in seinem Kopf passiert. Wir sehen Licht blitze, undefinierbare Bilder und im nächsten Moment sind wir wieder auf der Tanzfläche. Seine Tanzpartnerin scheint verwirrt und fragt, ob alles in Ordnung sei. Er versucht ihr zu übermitteln das alles in Ordnung ist, doch plötzlich bekommen er wieder einen Tagtraum. Diesem Mal wirken die Bilder etwas klarer, wir sehen eine blonde Frau in einer Tiefgarage. Zurück auf der Tanzfläche, er schein verwirrt zu sein und kommt mit der Situation nicht ganz klar. Wieder ein Tagtraum, wir sind wieder in der Tiefgarage und sehen, wie eine Frauenhand ein Messer aus einer Tasche zieht. Zurück auf der Tanzfläche, er wird mittlerweile auch schon von den anderen Besuchern komisch angeschaut. Er zuckt wieder zusammen und wir sind wieder direkt in seinem Tagtraum. Wir sehen die blonde Dame vom Tagtraum zuvor, plötzlich erscheint seine Tanzpartnerin und schneidet der blonden Frau die Kehle durch.
Wir sind wieder auf der Tanzfläche, unser Protagonist schaut sichtlich geschockt in die Augen seiner Tanzpartnerin, welche sich im selben Moment von ihm angewidert distanziert. Er versucht sich ganz normal zu verhalten und steuert die Bar, abseits der Tanzfläche, an. Auf dem Weg dorthin wird er immer wieder von irgend welchen, kurzen und undefinierbaren Tagträumen geplagt. An der Bar angekommen versucht er mithilfe von Hochprozentigem die Tagträume zu „betäuben“. Jedoch bleiben diese nicht aus, er schaut dem Barkeeper in die Augen und bekommt wieder einen heftigen Tagtraum. Wir sind in einem Schwimmbad, ein junges Mädchen wir an den Haaren, entlang des gekachelten Bodens, gezogen. Sie und ihr Entführer halten an der Kante zum Schwimmbecken an. Der Mann nimmt den Kopf des Mädchens und drückt diesen unter Wasser. Sie ringt um ihr Leben und strampelt mit ihren Beinen. Wir sehen das Mädchen unter Wasser und können leicht die Form des Mannes erkennen. Das Mädchen ist tot, der Mann lässt von ihr und schiebt ihren leblosen Körper in das Becken. Er geht davon und wir erkennen, dass es sich bei dem brutalen Mörder um den Barkeeper handelt.
Wir sind wieder an der Bar, unser Protagonist schaut geschockt den Barkeeper an und lässt sein Glas fallen. Das Glas fällt zu Boden, zerschmettert und das klare Getränk verwandelt sich in eine blutähnliche Flüssigkeit.
Nun geht alles recht schnell, er versucht sich mit dem letzten Verstand, den er noch hat, in Richtung Toilette zu bewegen. Auf den Weg dorthin wird er von einem Tagtraum zum anderen geplagt. Kurz bevor er angekommen ist, schaut er einem kräftigen Mann in die Augen. Szenenwechsel, wir sehen eine Frau, wie sie vor einem Grab steht und niederkniet. Szenenwechsel, laute Musik und eine blutige Faust, welche wohl gerade zum Schlag ausholt. Zurück auf dem Friedhof legt die Frau ein kleines, sichtlich geliebtes, Kuscheltier auf das Grab. Wieder Szenenwechsel, selbe Musik wie zuvor, aus dem Nichts erscheint ein Kinderarm wie er erschöpft zur Seite fällt.
Der Arm ist blutüberströmt und in der Hand sehen wir das Kuscheltier welches zuvor die Mutter auf das Grab gelegt hatte. Das Kind lässt das Kuscheltier fallen.
Wir sind nun in der Toilette angekommen. Unser Protagonist steht vor einem Waschbecken, die Arme angelehnt. Alles wirkt nun viel ruhiger, doch plötzlich schaut er in den Spiegel und schaut sich selber ins Gesicht. Wir sehen nur seine Augen welche augenblicklich größer werden, in den Augen sehen wir ein Flackern. Die Kamera bewegt sich nach unten, wir sehen gerade noch die Hände wie sie sich in Richtung Augen bewegen und schauen dann direkt in seinen schreienden Mund. Links und rechts vom Mund fließt Blut, anscheinend hat er den Anblick nicht ertragen und hat sich selber die Augen ausgekratzt.

Neue Lichtstimmung, wir sehen Hände wie diese einen Apfel aufschneiden. Diese werden auf einem Teller drapiert und landen, zusammen mit einem Pillendöschen, auf einem Tablett.
Ein älterer Mann läuft mit dem Tablett auf ein Weichzelle zu.
Wir befinden uns in der Zelle, Blick zur Tür. Vor uns sitzt eine Person mit verbundenen Augen. Ein Mann kommt rein. Es handelt sich um denselben Mann, welcher unserem Protagonist die Tablette in der Disko gegeben hatte. Er stellt das Tablett vor ihm hin und verlässt die Zelle wieder. Gegenschuss, wir sehen wie sich die Tür wieder schließt und durch eine kleine Öffnung in der Tür sehen wir unseren Protagonisten wie er mit verbundenen Augen in der Zelle sitzt.

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